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7. April 2005
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c/o Margarete Verweyen
Stenzelbergstr. 13
50939 Köln
Telefon 0221- 44 31 36
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Bilanz nach einem Jahr Arbeit,
ehrenamtliche Kulturarbeit in
Köln–Sülz,
Lesezeichen e.V. hat Zeichen gesetzt
!
Einige
Bürgerinnen und Bürger aus Sülz, Klettenberg, Lindenthal
und Zollstock haben im Sommer 2003 die Initiative ergriffen, die von der
Schließung bedrohte Stadtteil-Bibliothek Sülz zu retten. In kurzer Zeit haben
sie 5000 Unterschriften gegen den kulturellen Kahlschlag gesammelt und dem Rat
der Stadt Köln übergeben. Die Schließung
wurde schließlich verhindert. Um auch gegen künftige Schließungspläne gerüstet
zu sein und um die Lesekultur im Veedel zu stärken,
haben diese Bürgerinnen und Bürger am 30.3.2004 den Verein „Lesezeichen e.V.“
gegründet.
Zum
einjährigen Bestehen soll auch der Öffentlichkeit gegenüber Bilanz gezogen
werden.
Der Verein hat inzwischen mehr als 100
Mitglieder!
- Eine Satzung wurde erarbeitet und
in Abstimmung mit der Finanzverwaltung die Gemeinnützigkeit erreicht.
- Bei der Stadtsparkasse Köln,
Zweigstelle Zollstock, wurde ein Konto mit Sonderkonditionen eingerichtet.
- Der Verein hat sich erfolgreich
bemüht, Mittel der Bezirksvertretung Lindenthal
zur Unterstützung seiner Arbeit zu erhalten.
- Die Bemühungen des Vereins, in die
Liste des Präsidenten des Landgerichts Köln für Empfänger von Geldbußen
aufgenommen zu werden, wurden erfolgreich abgeschlossen; die Strafrichter
und Staatsanwälte wurden informiert und gebeten, die Tätigkeit des Vereins
zu unterstützen. Inzwischen sind dem Verein erste Bußgelder und ein
gebrauchter PC zugekommen.
- Es wurden
eine Homepage (www.lesezeichen.de.hm)
eingerichtet und ein Flyer erstellt.
- Für gemeinsame Aktionen wurde ein
T-Shirt mit dem Aufdruck Fehlt die
Bibliothek im Veedel, bliev
der Tünnes hohl im Schädel erstellt.
- Lesezeichen
e.V. hat sich mit
den Fördervereinen der anderen Kölner Stadtteilbibliotheken vernetzt und
nimmt regelmäßig an den gemeinsamen Aktionen und Koordinationstreffen der
Fördervereine sowie den informellen Treffen mit der Leitung der
Stadtbibliothek teil.
- Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit
war die Vorbereitung und Durchführung der Podiumsdiskussion mit den
Fraktionsvorsitzenden der Ratsfraktionen zum Thema: „Stadtteilbibliotheken
– wir streichen das?“ am 8.7.2004 im Studio DuMont
und die Mitwirkung bei einem Fernsehbeitrag zum Thema.
- Es fand jeden Monat ein
informelles Treffen von Mitgliedern („Stammtisch“) statt, bei dem Aktionen
geplant wurden.
- Ein Arbeitskreis organisierte eine
Reihe von Lesungen unter dem Motto „Lück us’m Veedel setzen Lesezeichen“.
- In den Sommerferien wurden in der
Stadtteilbibliothek Köln-Sülz Aktionsnachmittage
für Kinder veranstaltet (lesen, basteln, Theater).
- Vom 7. – 19. 11.2004 hat Lesezeichen e.V. im
Rahmen der Aktion ein Buch für die
Stadt eine eigene Veranstaltung
durchgeführt: Besucherinnen und Besucher der Stadtteil-Bibliothek wurden
gebeten, in einer ausgelegten Kladde die Geschichte „Wenn ein Reisender in
einer Winternacht … an Köln denkt“ fortzuschreiben. 91 Bürgerinnen und
Bürger haben sich am Schreiben beteiligt. Das Ergebnis wurde in einer
besonderen Veranstaltung am 19.11.2004 im Salon FREIRAUM in Form eines
gebundenen Hefts und einer Lesung der interessierten Öffentlichkeit
präsentiert. Das Heft liegt in der Stadtteilbibliothek aus.
- Durch gezielte Recherchen bei
stationären und ambulanten Senioreneinrichtungen im Veedel und
in benachbarten Veedeln wurden die Projekte
„Vorlesepatenschaften“ und „Bücher auf Rädern“ so weit vorbereitet, dass
mit ihnen Anfang 2005 begonnen werden konnte.
- Weitere Lesungen und Fachvorträge
sind für 2oo5 geplant.
- Mit dem Ring Lindenthaler
Geschäftsleute und Köln Kunst vor Ort veranstaltete der Lesezeichen e.V. vom
5.3. – 19.3.2005 den Lindenthaler Literaturfrühling mit Lesungen Kölner AutorInnen und PolitikerInnen.
Es ist also
eine stolze Bilanz! Dies umso mehr, als alles ehrenamtlich geleistet wurde.
Lesezeichen e.V. dankt allen Mitgliedern, Freunden und
Förderern, namentlich auch den Mitarbeitern der Stadtteilbibliothek Köln-Sülz für ihre Unterstützung!