Im Zeichen des „Murakami-Fiebers“
veranstaltete der Lesezeichen e. V. Förderverein Stadtteilbibliothek Köln-Sülz gemeinsam mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Köln in
der Stadtteilbibliothek Köln-Sülz einen Japantag.
Am Nachmittag gab der Comic-Zeichner Martin Schlierkamp in den
Räumen der Stadtteilbibliothek einen Manga-Kurs, an
dem 17 Kinder und Jugendliche mit großem Eifer teilnahmen.
Diese Zeichnungen wurden am Abend ausgestellt, an dem die Japanologin Dr. Heike Patschke in einem äußerst kurzweiligen Vortrag zu
einem Streifzug durch die japanische
Literatur einlud.
Von den Kojiki, den ältesten
schriftlichen Aufzeichnungen alter Begebenheiten von 712 und der Man’yôstiû, der Sammlung von 1000 Blättern schlug sie den
Bogen über das Heike Monogatari, dem Epos über das
Geschlecht der Heike und die Enstehung des Haiku Ende des 16. Jhdts. bis zur
Literatur der Moderne.
Murakami ist mit der Einfachheit seiner
Sprache einzigartig in der japanischen Literatur, da die Schriftsprache im
Japanischen lange Zeit eine sehr eigene war, die nicht jeder beherrschte und so
nur einer kleinen gebildeten Gesellschaftsschicht zugänglich war.
Im Anschluss
überreichte Herr Homma, Direktor der Japan-Foundation Köln, der Stadtteilbibliothek eine
Schenkungsurkunde für Japanische Literatur. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft
lud zu einem Sake-Umtrunk ein.
Eine gelungene Veranstaltung.